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With a little help from my friends…

Diese Seite dient der Unterstützung von allen, die sich beruflich oder privat für Bäume engagieren. Sie finden hier Tipps zur Baumpflanzung und –Pflege, zum verantwortungsvollen Papier- bzw. Holzkonsum, zum „Klimabaum“ und zuguterletzt aktuelle Aktionen zur Baumrettung.

Geozellen

Wurzelbrücke „light“: Geo-Textil

25. Mai 2023/in Aktion/von baumstark

Vorbei die Zeiten, als nachwachsende Wurzeln die Asphaltdecke anhoben und Stolperfallen schufen: Mit ihrer geringen Aufbauhöhe von 20cm und weiteren Vorteilen schaffen Wurzelbrücken aus Textil an jenen Stellen im urbanen Raum eine günstige Lösung, wo Verkehrsflächen über Baumwurzeln liegen. Hier erfahren Sie Details.

Zum gleichen Thema erschien ein Beitrag von mir in Baumzeitung 4/ 23.

https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2025/12/01_Geozellen-Ueberblick_k.jpg 768 1024 baumstark https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2020/02/baumstark-logo-200.png baumstark2023-05-25 18:29:002025-12-19 18:33:21Wurzelbrücke „light“: Geo-Textil
Streuobst für alle

Aktuelles: Pakt für Streuobst

5. April 2023/in Publikationen/von baumstark

Die Bayerische Staatsregierung schloss Ende 2021 den „Streuobstpakt“ mit dem Ziel, die Bestände zu erhalten, zu revitalisieren und auszubauen. Dies soll durch Fördergelder und viele Einzelmaßnahmen erreicht werden. Bis 2035 sind 670 Millionen Euro zu verteilen und es sollen eine Million neue Obstbäume in Bayern gepflanzt werden.

Streuobst zaubert wohlschmeckende, regionale und gesunde Produkte auf den Tisch. Die dahinterstehenden Bäume gehören zu den artenreichsten Lebensstätten Mitteleuropas und sie prägen in einigen Gegenden Deutschlands seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Und doch gehen alleine in Bayern jedes Jahr schätzungsweise 100.000 Streuobstbäume verloren, weil sie typischerweise am Ortsrand stehen und damit einem Neubaugebiet im Wege. Darauf wies Martin Degenbeck auf den diesjährigen Landespflegetagen der LWG in Veitshöchheim hin.

670 Millionen Fördergeld, eine Million neuer Bäume

Als Folge des Volksbegehrens Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ im Jahr 2019 schloss die Bayerische Staatsregierung im Oktober 2021 den „Streuobstpakt“. Partner waren die jeweiligen Landesverbände der Bauern einschließlich der Biobauern, der Fruchtsaftindustrie, Gartenbau und Landespflege, Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz, der Landschaftspflege sowie der Bund deutscher Baumschulen.

Ziel des Streuobstpaktes ist die Erhaltung, Revitalisierung und der Ausbau der Streuobstbestände. Dies soll durch einen stattlichen Topf an Fördergeldern – stolze 670 Millionen Euro sind bis 2035 zu verteilen – und viele Einzelmaßnahmen erreicht werden. Eine Maßnahme davon ist die Pflanzung von einer Million neuer Obstbäume in Bayern bis 2035.

Privatleute, Vereine und Kommunen ins Boot geholt

Nur 10% der Streuobstbäume sind bisher in der Flächenförderung, 50% der hochstämmigen Obstbäume will man bis 2035 mit Fördergeldern erreichen. Wie entstand die große Lücke? Sie ergab sich unter anderem daraus, dass Privatpersonen, Obst- und Gartenbauvereine sowie Kommunen bis vor kurzem keine Förderung beantragen konnten. Entweder waren ihre Bestände zu jung und damit ökologisch noch nicht wertvoll genug oder sie hatten keinen Anspruch auf Landwirtschaftsförderung.

Für die genannten drei Gruppen wurde im Herbst 2022 das Programm „Streuobst für alle!“ aufgelegt. Bevor der Pflanzspaten oder die Astschere in die Hand genommen werden kann, sollte aber stets ein nachhaltiges Pflege- und Nutzungskonzept vorliegen. Degenbeck begründet dies so: „Es werden keine Obstbäume mit der Gießkanne verteilt. Niemand will ungepflegte Alibi-Bäume in der Flur sehen. Ohne Düngung, ohne Schnitt funktioniert Streuobstbau nicht.“

Aus Streuobst wie der fränkischen Zwetschge lässt sich eine hohe Produktvielfalt erzeugen und auch gut vermarkten, von Zwetschgen-Wurst bis zum Lebkuchen.

Streuobstmanager eingestellt

Um die Umsetzung des Streuobstpaktes in der Fläche zu begleiten, hat die Umweltverwaltung im letzten Jahr 26 Streuobstmanager für zunächst fünf Jahre eingestellt, davon 13 in den sieben bayerischen Bezirksregierungen und die anderen 13 in den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise mit Streuobst-Schwerpunkt, beispielsweise Würzburg, Rosenheim und Ansbach. Vor Ort sollen dann auch Großprojekte für Streuobst entstehen.

Annette Hartmann

Dieser Beitrag erschien zuerst im Newsletter und auf der Website der Baumzeitung, „Baumwissen kompakt“ am 28.03.2023.   Foto nur hier: © Annette Hartmann

https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210405_160246.jpg 768 1024 baumstark https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2020/02/baumstark-logo-200.png baumstark2023-04-05 10:17:032023-04-14 08:30:26Aktuelles: Pakt für Streuobst
Urbane Waldgärten – Vegetationsschichten

Urbane Waldgärten

5. April 2023/in Publikationen/von baumstark

Sie bestehen aus bis zu sieben Schichten und verschiedenen Zonen, erfüllen einen ganzen Strauß an Zielen und dann sollen sie auch noch langfristig, auf Jahrzehnte hinaus bestehen bleiben – die Rede ist von Urbanen Waldgärten.

Wie sich die ersten urbanen Waldgärten Deutschlands entwickeln und worauf bei der Anlage zu achten ist, stellte bei den diesjährigen Landespflegetagen in Veitshöchheim eine Agroforst-Spezialistin vor: Dr. Jennifer Schulz, Landschaftsplanerin und Leiterin des Verbundprojektes Urbane Waldgärten an der Universität Potsdam. Dieses Verbundprojekt wird im Bundesprogramm biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Essbares auf allen Ebenen

Der englische Begriff „food forest“ weist klar auf eines der Ziele von urbanen Waldgärten hin: Die Nahrungsmittelproduktion. Es besteht deshalb eine gewisse Ähnlichkeit mit dem „Naschgarten“, doch mit besserer Ausnutzung der Fläche in der Höhe. Mindestens drei Schichten, von der Baum- über die Strauch- bis hin zur Krautschicht, soll vorwiegend aus essbaren Pflanzen bestehen.

Welche Pflanzen gehören in einen Waldgarten?

„Zugunsten der Risikominimierung ist eine möglichst große Vielfalt von Arten und Sorten am besten“ empfiehlt Schulz. „Wir ergänzen alte Kultursorten und einheimische Wildobstarten mit Pflanzen aus ausgewählten Gebieten wie trockeneren Klimazonen, um für den Klimawandel gewappnet zu sein.“

In ihrer langen Pflanzliste mit 100 bis 200 Arten für den urbanen Waldgarten finden sich somit zwischen Äpfeln, Birnen und Himbeeren auch Aronia, Guter Heinrich (wilder Spinat), Scheinquitte, Kiwi, Kamschatkabeere, Goji, Maulbeeren und Yacoon – eine essbare Knolle aus der gleichen Familie wie Topinambur. Sommerlinde und Maulbeere sind rot markiert. Warum? „Die Blätter und Blüten der Linde und die Früchte der Maulbeeren haben sich in jüngster Zeit zu Gourmet-Zutaten für Salate entwickelt“, so die Waldgarten-Pionierin mit stolzem Lächeln.

Bodenaufbau – Kühlung – Wasserspeicher

Ein Faktor bei der Platzierung der Pflanzen ist außer ihren Lichtbedürfnissen auch deren Wurzelsystem, denn die späteren Nachbarn sollen sich auch in dieser Hinsicht ergänzen. Und damit zu den Böden. Gezielt eingestreute Leguminosen wie Ölweide und Erbsenstrauch bieten wertvollen Dünger, abgeschnittene und abgestorbene Pflanzenteile verbleiben als Mulch im Waldgarten. Mit der Zeit wächst so eine Humusschicht heran, die immer mehr Regenwasser speichert, während sich an aufwachsenden Büschen und Bäumen die Lauboberfläche vergrößert. Die Wurzeln und das ständig wachsende Blätterdach spenden der Stadt und ihren Menschen Kühlung und Schatten. Und es verstärkt ebenfalls die Funktion des Wasserspeichers, denn im Schatten des Waldes verdunstet das wertvolle Nass nicht so schnell vom Boden. „Waldgärten können durch ihre Funktion der Wasserregulation auch ein Baustein in der Schwammstadt-Strategie sein.“ Dr. Jennifer Schulz, Leiterin des Verbundprojektes Urbane Waldgärten.

Zur Abbildung: Bei einem Waldgarten geht es um den strukturierten Anbau von überwiegend essbaren Pflanzen auf mehreren Ebenen. © Universität Potsdam

Annette Hartmann

Dieser Beitrag erschien zuerst im Newsletter und Website der Baumzeitung, „Baumwissen kompakt“ am 28.03.2023.

https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2023/04/Waldgarten_Vegetationsschichten-Uni-Potsdam.jpg 1436 1712 baumstark https://www.baumstark.eu/wp-content/uploads/2020/02/baumstark-logo-200.png baumstark2023-04-05 10:14:132023-04-14 08:32:47Urbane Waldgärten
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Dr. Annette Hartmann

Neues aus der Baumwelt, beschrieben von Annette Hartmann

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